Qué padre!
Ich weiß gar nicht, von wann das Foto unten ist. Jedenfalls zeigt es mal gutes Wetter, der März ist hier tatsächlich sehr verregnet. Nein, diese großen Events (hier von einer Schule??), bei denen ein riesiges BBQ veranstaltet wird faszinieren mich irgendwie. Dass sagt soviel über den Gemeinschaftsgeist der Katalanen aus. Dann gibt es wiederum Szenen im Alltag, die bei mir nur Fragezeichen hervor.
Ich werde zum Beispiel niemals verstehen, warum sich ein Spanier in ein Café setzt, bei dem die Autos 1m hinter einem Langfahren. Stört die der Lärm nicht? Kulturelle Differenzen eben...
Mittwoch hatte ich zum ersten Mal meinen Bachatakurs, für den ich mich hier angemeldet habe. Es war ein supergünstiges Angebot und in meinen Augen auch eine Chance, tiefer in die Kultur einzutauchen. Es ist in dem Sinne schon brutal, dass mein Mittwoch dann von 10 - 20 Uhr ohne Pause verläuft aber es hat mir beim ersten Mal dann doch sehr viel Freude bereitet. Es ist nicht ganz leicht, auf Spanisch zu folgen, aber ich hab zum Glück ein paar internationals kennengelernt, mit denen man dann kurz englisch reden kann. Unteranderem war auch Amerikanerin da, die aus San Diego kommt und in San Francisco lebt... Zufälle gibt's.
Donnerstag habe ich mich erneut auf den Weg nach Madrid gemacht. Ja, es gab die Option, dass die US-Botschaft mir den Reisepass nach Barcelona schickt, aber seitdem ein Paket von mir im Haus verschwunden ist, war mir das Risiko zu groß + die Züge in Spanien sind wie gesagt Spitzenklasse (pünktlich, günstig, bequem und was will man mehr?). Diesmal hatte ich auch verträglichere Reisezeiten, weil ich ja nur zum Postamt musste und keinen Termin brauchte.
Auf dem Weg dahin noch kurz beim Caixa-Forum einen Stopp gemacht - für Architekturstudenten ein muss und während ich das Ding zuerst abgelehnt habe, ist es schon wirklich sehr beeindruckend unter dem Gebäude zu stehen... Jedenfalls habe ich es zum beeindruckendsten Postgebäude allerzeiten geschafft und dort meinen Reisepass samt Visum abgeholt. Der Moment, wenn man sich ein halbes Jahr durch Bürokratie gekämpft hat und es endlich (hoffentlich) durch ist.
Dass wurde dann gestern anschließend ausgiebig gefeiert, mit Leuten, die ich hier mehr und mehr wertzuschätzen lerne: die mexikanische Truppe (Bild vom Anfang). Wir waren in einer charmanten Sportsbar im Stadtteil Poblenou, bevor wir anschließend in den angesagten Club der Stadt gegangen sind; das Razzmatazz! Das ist übrigens der Einzige, der es nicht nötig hat uns Internationals mit Free Diner o.ä. zu ködern und mal einen saftigen Eintritt von 15-20 Euro für alle verlangt - inkl. gratis drink aber hey. Ja, es ist ein cooler Club, durch die Mengen an Tequila mit den Mexikanern und den 5 Floors war es nicht leicht, sich wiederzufinden. Das Bild spiegelt die Szene ganz gut wieder:
Wait, floor 1, 2, 3, 4, 5 or terrace??
Meine Haare sitzen in Barcelona aber wirklich extrem gut oder? Mit dem neuen Shampoo jedes Mal eine echte Lockenparty haha. Ja und jetzt sitz ich hier ich, verkatert, zufrieden, mit einem nicht kleinzuredenden Arbeitspensum und ja überwiegend müde. Doch, was sich abzeichnet, ist, dass ich die Prioritäten hier wieder richtig gesetzt bekomme, nicht zuviel arbeite und mehr Zeit für die Dinge aufbringe, die bedeutsam sind.
In diesem Sinne wünsche ich, dass alle in Hamburg weiterhin gesund bleiben, die Semesterferien dort genießen und ja hoffentlich den Frühling herbeikommen spüren.
Aus Barcelona
Lenny





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