Next Step ready: San Diego, Kalifornien

 

Ich fang heute mal mit dem positiven an. Es geht für mich nach Barcelona im Anschluß ins Surfcamp nach Kalifornien. Dass ich diese organisatorische Meisterleistung durchgezogen bekommen habe, kann ich selbst noch nicht ganz glauben. Die Botschaft in Madrid ist organisiert wie ganz Spanien - schlecht. Meine Reise nach Madrid war dafür perfekt geplant. Als ich dann nach Ewigkeiten an der Reihe war, hab ich ausgerechnet die strenge Vizekonsulin, welche den Kandidaten vor mir abgewiesen hat, als Interviewpartner bekommen. Die härteste Frage, die ich von ihr bekommen habe: Was habe ich 5 Monate in den USA gemacht? Ich war brutal übermüdet aber mir fiel dann schließlich die richtige Erklärung für den langen Aufenthalt ein und sie sagte die einzigen Worte, die ich von den Beamten in der Botschaft hören wollte: Congrats, your Visa has been issued! Mein Highlight war allerdings der Shakersessel im ICE. Der hat sich die gesamt Fahrt um sich selbst gedreht, bin ich froh, dass ich da nicht drin saß haha

Damit geht es für mich also wirklich los und wie froh bin ich, schon die Flüge zu haben. Die große Schwierigkeit besteht darin, mit dem Kopf dennoch hier zu bleiben. Denn hier habe ich auf der positiven Seite interessante neue Leute kennengelernt. Da sind zum Beispiel die zwei Schweizer aus Lausanne und die zwei Mexikannerinnen, die super nett sind und mit denen ich gemeinsam im LOW3-Projekt bin. Als wir gestern zusammen bei den Schweizern waren, habe ich festgestellt, das es auch sehr geile Studentenwohnungen in BCN gibt. Außerdem kann ich endlich meine Fragen zu Acapulco loswerden... 

Das ist die positive Seite. Vielleicht gibt es noch einiges mehr: Die Uni läuft gut, die HCU ist endlich endlich durch, meine Beurlaubung dort wurde auch angenommen und ich habe bereits ein paar Praktikumsbewerbungen abgeschickt. Ach, beinahe hätte ich das Integration weekend vergessen. Hier haben 120 Erasmusstudenten in einem Landhaus nahe Girona das Wochenende verbracht. Das ganze war eine witzige Veranstaltung, wenn auch die gleichen Unterhaltungen irgendwann alt wurden. Bei nur 2 Bädern für 120 Personen hat es mich auf jedenfall mein sauberes Badezimmer in Barcelona deutlich mehr wertschätzen lassen haha! Dafür ist es dort natürlich landschaftlich sehr viel schöner.


Ja, auf der Negativseite, bin ich auch seit diesem Wochenende krank. Donnerstag um 4:50 für den Visatermin aufzustehen und davor noch bis spät in die Studentenbar zu gehen, hat mir ab Donnerstag dann den Rest gegeben. Was auch immer für ein Virus das war, es war definitiv keine Männergrippe. Ich bin jetzt mit Vitaminen vollgepumpt und Ingwertee mit Zitrone und Honig ist zu meinem Wasser geworden, was mich positiv stimmt, dass dies das letzte Mal krank für Erasmus sein wird (* 3x Auf Holz geklopft *).
Ich bin jedenfalls auf dem richtigen Weg. Heute habe ich mich sogar so gut gefühlt, dass ich wieder zum Sport gegangen bin. Ich habe ein paar Locals gefragt, ob das so normal ist, weil wirklich die gesamte Stadt hustet (man bedenke die 6x höhere Bevölkerungsdichte gegenüber Hamburg). Mir wurde versichert, dass das ganz normal sei, dass im Moment alle krank sein. Das passiere jeden Frühling. Je mehr Regen im März, desto schöner das Wetter in den darauffolgenden Monaten - so ein Sprichwort dazu. Ja, ganz verstehe ich den Zusammenhang auch nicht.

Jedenfalls habe ich irgendwann gelernt, die Dinge so akzeptieren wie sind, dass sie aus irgendeinem Grund passieren und man einfach dem Lauf der Dinge folgen sind. Deswegen habe ich eigentlich keine Reue gegenüber der velorenden Woche. Es lässt sich sogar die positive Erkenntnis ziehen, ich habe gelernt, dass es Rossmann in der Stadt gibt! Das ist nämlich der einzige Laden wo es R I C O L A (bzw Hustenbonbons) in der Stadt gibt. Falls einem in Barcelona das Essen nicht gefällt und es einem nach so einem richtig guten Leibniz Butterkeks ist, dann ab zu Rossmann! Es ist schon wahnsinn, wie hier die Deutschen mit Lidl und Aldi dann quasi wie zu Hause einkaufen können.



Ja und abgesehen, von meinen italienischen Mitbewohnern, die mir auf den Keks gehen und der Tatsache, dass ich noch deutlich mehr Praktikumbsbewerbungen rausschicken muss, gibt es nichts was mich gerade ein meiner kleinen Welt stört. Ich hoffe, dass ich jetzt durchzustarten kann, aber wie gesagt, ich bin gespannt, was Erasmus von Rotterdamm's Geist für mich geplant hat. Zu einem Butterkeksmensch werde ich garantiert nicht.

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