Willkommen in Barcelona / Residente comunitario de Espana desde 21.02


Ja, willkommen in Barcelona! Jetzt geht es los, jetzt beginnt der erinnerungswürdige Teil! Heute habe ich meine letzten Abgaben fertig gemacht. Mir war von Anfang an klar, dass ich den Februar noch für die HCU durcharbeiten werde. Was ich hier vielfach geschrieben, dass mich das einfach nur zurückhält, die kurze Zeit hier zu genießen, will ich nicht noch mal ausführlich wiederholen. Ich hoffe, dass meine Projektgruppe Verständnis dafür hat, dass ich nicht an der Broschüre mitarbeiten werde. Das ist das blöde, wenn man mit seinen Freunden zusammenarbeitet, es ist es einem nicht egal, wenn sie es einem Böse nehmen. Ich habe mich noch nie so unangekündigt und spontan aus einer Gruppenarbeit herausgezogen und habe Verständnis dafür, dass man mit meinem Move unzufrieden ist. Es ist aber zum einen nun mal so, dass ich hier keinen Urlaub mache, sondern eben 22 CP Architektur, in einem anderen Land und einer anderen Sprache studiere. Zum anderen würde ich es allen anderen Gruppenmitgliedern ebenfalls gönnen und für sie eine Seite mitschreiben, wenn sie sich wirklich viel für Erasmus geopfert haben und sich viel davon versprechen. Ich hab der Gruppe gesagt, wenn sie wollen, können Sie mir an der Endnote einen Punkt abziehen, wenn sie es mir nicht gönnen.  Ich weiß jedenfalls, dass ich die Erfahrung hier verdient habe, dass Spanien zwar nicht meine erste Wahl war, aber dass ich hart dafür gearbeitet habe, Kurs vorgezogen habe, neben der Uni Spanisch gelernt habe, von der Untervermietung bis zur Abmeldung an der HCU jeglichen Papierkrams durchgearbeitet habe, damit ich heute hier sein kann - wirklich voll und ganz hier sein kann! Der Dank geht natürlich auch an meine Eltern, die mich hier wie da unterstützen :)

Ja, der Gedanke treibt mich ein wenig um, aber viel größer ist eigentlich die FREUDE. Ach, es sieht an jeder Ecke Barcelonas so interessant aus. Die Gebäude sind alle so schön. Das Essen riecht überall gut und ich habe Lust die anderen Internationals der Stadt zu treffen. Deshalb bin ich ab morgen, ganz passend wie ich finde, auf dem ESN Integration Weekend. Was habe ich eigentlich die letzten 12 Tage gemacht, ist so eine gute Frage, bei der ich abweichend von HCU-Abgaben mal die interessanten Dinge vorstellen will.




Das BeReal oben ist vom Mittwoch den 19.02, da hatten wir wieder den TAP mit dem schnürseligen Architektektenprof. In dem Kurs komme ich auch als Stadtplaner bislang ganz gut mit - Unterrichtssprache ist zum Glück Englisch. Anschließend hatte ich zum ersten Mal das Wahlpflichtfach LOW3 mit dem guten Thorsten - auch auf Englisch. Ganz witzig war, dass der ausgewanderte Deutsche sehr erfreut darüber war, mal wieder einen anderen Deutschen in seinem Kurs zu haben und allgemein ein guten Humor hat. Mich hat er erstmal auf Hansi Flick angesprochen. Da konnte ich auf Deutsch nur bedingt weiterhelfen. Seinen Blog habe ich mal hier verlinkt: https://livinglab-low3.blogspot.com/2025/02/new-low3living-zero-course-started.html. Der schreibt da regelmäßig, was so in unserem Kurs passiert. Der Kurs ist auch mal wirklich spannend, weil er praktisch orientiert ist. Der Prof. hat mit seinem LOW3 Haus, was jetzt im Garten der ETSAV-Uni steht viele Preise gewonnen und unsere Semesteraufgabe ist es, an dem Haus notwendige Schönheitsreparaturen durchzuführen. Von Tomaten pflanzen bis Küche reparieren steht einiges an. Ich werden mich vielleicht den Türen annehmen.



Auf das Projekt freue ich mich schon, dass wird nett da im Sommer auf der Terrasse zu arbeiten. Nach dem Kurs bin ich dann zum Pub Crawl vom ESN gegangen, das ehr mäh war, weshalb wir uns mit einer Gruppe abgesetzt haben. 


Das war der erste Abend, wo ich hier mal einen Einblick in die Clubszene bekommen hab. Feiern können die Katalan, dass muss man Ihnen wirklich lassen. Am besten finde ich die verkleideten Stelzenfiguren, die die Menge wahrscheinlich anfachen sollen und den den kleinwüchsigen Zikusdomteuer, der auf dem DJ-Pult mit seiner Nebelkalaschnikow am werken war - also wirklich andere Dimensionen als in Hamburg!

Donnerstag war ich an mit meiner Projektgruppe in dem Nachbarort von Sant Cugat auf Exkursion. Die beiden netten Katalinnen sprechen nicht so gut englisch, aber netterweise sprechen sie für mich spanisch (bzw castellan), sodass ich das hier einmal wöchentlich üben kann. Rausgekommen aus der Exkursion ist eine ganz witzige Abgabe für den Urbanistatikakurs. Hier ist ein Link für das Video: https://we.tl/t-CAyU3kXZku. So WLAN ist schon premium, da lädt das ganze schnell hoch...
Nach Donnerstag kommt Freitag und Freitag war vielleicht ein Tag. Ich weiß gar nicht, wie ich meine Gefühle zu diesem Tag einordnen soll. Es ging auf und ab und Barcelona hin und her. Worum geht's? Ich bin jetzt offiziell spanischer Bewohner.


Die spanische Green Card war nicht so leicht zu bekommen, der Witz ist, dass man sie eigentlich gar nicht braucht als europäischer Staatsbürger. Dazu gleich mehr. Jedenfalls bin ich dafür am Freitag zur Polizeistation in eine Hochhaussiedlung am Stadtrand gefahren. Dort fehlte mir dann aber ein Dokument ausgedruckt und als ich dachte, ich wäre fertig, habe ich angefangen zu verstehen, dass mir auch noch die Zahlugungsbestätigung fehlt. Versuch mal am Freitagnachmittag eine offene Bank in Barcelona zu finden :) Diese NIE-Karte zu erhalten, dann eine Bank zu finden, die diesen Service anbietet, war alles andere als einfach. Doch warum hab ich mich darum gekümmert, wenn man sie eigentlich gar nicht braucht?

Die Antwort: für meinen nächsten Step nämlich Kalifornien. In der Welt der Konsulate muss man sein Visum in der Botschaft des Heimatlandes beantragen, wenn man nicht Nachweisen kann, dass man entweder Staatsbürger des Landes oder zumindest eingetragener Bewohner ist. Der ganze Spaß ist also für das US-Visum, für das ich nächsten Donnerstag nach Madrid zur Botschaft fahre. 

Das Wochendenende war ich krank, woraufhin ich mir soviel Vitamine reingepfeffert habe, dass das hoffentlich für den Rest des Erasmus nicht mehr passiert. 

Ja und diese Woche dann war ich in der Uni, Dienstag habe ich die tolle Green Card abgeholt und meinen Termin beantragt. Hier ist nochmal Thorstens Hütte vom Mittwoch: 

Die Bilder transportieren das schon ganz richtig. Es ist hier schön warm! Bei 15 Grad und einer wärmenden Sonne will man gar nicht an die Temperaturen in Hamburg denken. Gestern waren wir noch ein bisschen Karneval gucken und heute war ich dann endlich mal wieder beim Sport!

Also es geht alles vorwärts. Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Ich bin so froh, jetzt wirklich mit der HCU durch zu sein, freue mich auf das Integration Weekend und auf die Zeit, die noch kommt. Ich heiße mich selbst hiermit noch einmal herzlich Willkommen in der schönen Stadt Barcelona!

Lenny 








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