Primer pasos - First Steps

 Hola!

Die letzten Tage war einiges los. Samstag hab ich es dann endlich zum Strand geschafft - was für ein erholsamer Ort. Die Stadt ist immer hektisch und der Blick lässt einen doch bei 15 grad ganz warm ums Herz werden. Ja, das war im Grund genommen Samstag. Nicht das ich nicht noch viel gemacht hätte, aber das war eben das Barcelona Highlight. Die Leute haben jetzt übrigens schon Beach Volleyball gespielt. 



Nachdem ich also am Strand Mittag gegessen habe, habe ich mich im VivaGym Londres angemeldet. Das war quasi ein muss... Barcelona ist zweifellos eine einfach bezaubernde Stadt - man erkennts, wenn man einfach nur an der Bushaltestelle wartet. So schön wie die Stadt sind aber auch die Menschen, die hier leben. Alle eingeschloßen - von Jung bis Alt putzen sich hier raus und sind fitt wie ein Turnschuh. Man könnte auch sagen, dass die Schönheit dieser Stadt in jeglicher Hinsicht ein kleiner Kulturschock war. Wie wirklich sportsüchtig die hier alle sind, musste ich feststellen, als ich heute um 19:00 trainieren war. Klar, auch bei uns ist es dann voll, aber nach einer halben Stunde hab ich abgebrochen, weil das Warten für mich keinen Sinn mehr gemacht hat. Irgendwie rechnen die hier außerdem mit anderen Kilos haha 

Londres | Gimnasios VivaGym

Nach der Sporteinheit habe ich mich in die Bücherei verzogen, um dieses gottverdammte Entwurfsprojekt weiterzumachen. Ich bin es jetzt schon wirklich Leid, die HCU im Hinterkopf zu haben. Danach war ich nochmal bei Ikea, der passenderweise als Mini-Store nur 5 Minuten entfernt liegt und habe mir dort eine Decke gekauft. Nachts ist es trotz meiner Steckdosenheizung, doch noch etwas kühl hier... Ah und wie sich herausgestellt hat, hat mein Zimmer doch ein Fester, nur zum Treppenhaus eben. Das folgende ist schwer verständlich aber im Grund genommen ist der Treppenhauskern freistehend, und wenn ich mein Fenster ins Treppenhaus öffne, kann ich Hola sagen und einmal durchlüften. Am Sonntag war ich auf der Suche nach einem Taco-Schuppen und hab den Fehler gemacht im Touriviertel danach zu suchen. Der Burger als Ausweg hat beim Uni machen danach nicht geholfen, ich glaub ich bin erstmal durch mit Fast Food! Am Abend habe ich dann die Beantragung des US-Visums stundenlang vorbereitet - das ist ein Akt!

Kommen wir zu meinen Mitbewohnern, die ich tagtäglich besser kennenlerne. Im gleichen Zug wie ich, sind zwei Italienerinnen hinzugekommen. Ein Italiener wohnt bereits länger hier. Den Spanier habe ich vor 2 Minuten zum ersten mal gesehen und dann soll es angeblich, so gehen die Gerüchte, noch eine Französin geben, die aber selbst der Italiener hier noch nicht in Person gesehen hat. Alles in allem sind das hier nette und vertrauenswürdige Mitbewohner! 

Damit zu heute. Heute bin ich um 6:30 aufgestanden. Sechsuhr dreißig! Die Mügigkeit holt mich gerade wirklich ein. Um 8:00 hatten wir nähmlich das Welcome Meeting an der ETSAV. Zum ersten Mal nahm ich also die S-Bahn und bin in den Vorort St. Cugat gefahren. Der wirkte auf den ersten Eindruck recht beschaulich, ja hatte im Sonnenaufgang mit den Bergen eine schöne Siluette. Das Meeting war naja. Haupterkenntnis: ich bin nicht der einzige Deutsche. Und ich weiß nicht warum, weil im Grunde genommen, könnten wir auch vollkommen unterschiedliche Menschen sein, aber das verbindet erstmal total. Also wir sind an einem Ort, an dem wir keine Ahnung von irgendwas haben und ganz ehrlich da tut es gut auch mal auf deutsch drüber zu schnacken. Stellt sich heraus, der gute Mann sogar das gleiche Projekt wie ich gewählt hat - den englischen TAP IX BCN+ 



Zu dem mussten wir dann auch dingend hindüsen, denn die Ortsbegehung war für 10:30 anberaumt. Dort haben wir zum ersten Mal die anderen Studenten und den Professor kennengelernt - tolle Leute wirklich!  Also mein Projekt beschäftigt sich mit dem Umbau des Kunstmuseums im Poble Espanol. Poble Espanol ist ein wirklich interessanter Ort. 1929 für die Weltausstellung gebaut ist eine Art Spanisches Disneyland - es ist alles Fake! Die Gebäude und Steine sind alle aus Beton, interessanterweise präfabriziert. Dennoch lassen sich die Gebäude nutzen, ja die Gebäude sind im inneren total modern und sogar Menschen sollen dort wohnen, man kann dort einkaufen. Es ist ein wirklich bizarrer Ort, weil diverse Baustile miteinander vermischt werden und dort auf winzigem Raum ausgestellt werden.

 

Wir beschäftigen uns allerdings nur mit der Umgestaltung des Museum, eines das wie ich auch finde, mehr Strahlkraft benötigt, immerhin hängen hier Miros und Picassos. 




In der Präsentation des Professor über die Projektarbeit musste ich erstmal schlucken. Das ist zweifellos alles ganz großes Neuland für mich. Ich sage nicht, dass ich da nicht durchkomme, Adrian, der Kollege der vorher an der ETSAV war ist da auch durch, aber es ist dieses mal eben wirklich Architektur, nicht Stadtplanung und nicht Städtebau. Ich krieg das schon hin. Bis Mittwoch ein Modell zu bauen, war allerdings durchaus mal eine ambitionierte Ansage. Umso froher bin ich, und damit möchte ich schließen, dass die Spanier im Kurs, aber auch generell wirklich offen für Deutsche sind. Ich spreche wo es geht Spanisch, habe keine Probleme damit mal einen Vertrag abzuschließen, einen Anruf zu tätigen oder etwas zu bestellen und auch wenn die Menschen bemerken, dass ich nicht Muttersprachler bin, ermutigen sie einen trotzdem (weiter) Spanisch zu sprechen. Das ist etwas was ich sehr schätze. Denn ich weiß von mir persönlich selber, dass ich oft in Hamburg die Geduld verliere, wenn irgendjemand mir was auf Deutsch erzählen möchte, obwohl wir beide wissen, dass es auf Englisch sehr viel schneller ginge. So, aber damit wollte ich gar nicht schließen. Eigentlich wollte ich damit schließen, dass ich mit einen guten Taco-Schuppen und dem David als Architekturstudent im Master aus Stuttgart gutes für dieses Semester prophezeie!



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