Buenas, Freunde der Sonne! Ich hoffe es geht euch allen gut. Ich sitze hier gerade in meinem Zimmer in Barcelona und wollte schonmal ein Update geben, was so bislang passiert ist. Also empezamos!
Kurzzeitig sah es am Flughafen in Hamburg so aus, als würde es vielleicht doch nicht ganz mit dem Ankunftsdatum klappen. Die Sicherheitskontrolle war stark unterbesetzt und der Andrang war groß. Jedenfalls alles kein Problem. Um Flugzeug blieb netterweise der Sitz zu meiner Rechten frei, sodass ich Beinfreiheit nach rechts ausüben konnte. Der Blick nach Links auf dem Fenster war überraschend schön - Hamburg komplett unter Wolken:
Es muss wirklich kein geileres Gefühlt geben, als auf der Startbahn 10.000 L Kerosin zur Explosion zu bringen und dann jedes mal einen anderen tollen Blick auf die Stadt zu haben... Dann jedenfalls bin ich Barcelona gut gelandet, hab den Bus ins Startzentrum genommen und bin dort für eine Nacht ins Petit Fabrize Hostel eingecheckt. Witzigerweise war die nächtliche Tür noch auf Körpergrößen aus anderen Jahrhunderten ausgerichtet.

Dann war es 1 Uhr nachts, ich hatte einen Bärenhunger und wollte nach dem anstrengenden Tag, wo ich die Recht-Brecherklausur 3 Stunden vorher geschrieben eigentlich hatte einfach nur pennen. Mir wurde Five Guys als einzige Option genannt. Auf dem Weg zu dem, zum Glück günstigeren, Burgerschuppen, sind mir diese ganzen negativen Schlagzeilen zu den Problemen mit dem Massentourismus und der Touristenfeindlickeit durch den Kopf gegangen. Dieses gottverdammte Katalan noch dazu, na das wird interessant, habe ich mir gedacht. Aber ich erinnere mich, dass auf meiner USA-Reise diesen einen Moment ganz am Anfang gab, wo ich wusste, dass die Dinge eigentlich nur gut laufen können. Damals traf ich den einzigen Deutschen im Motel, den Andreas vom BR, der mich aus meiner Verplantheit berfreite, indem er mich spontan nach Miami Beach mitnahm. Naja und gestern, da wollte ich also nur einen Burger um 1:00 nachts haben.... Das war der Moment, wo sich für mich diese Touristenfeindlichkeit in Luft auflöste. Nachdem ich also meine 15 gratis Toppings für den Burger ausgewählt hatte (boah, will doch nur essen und pennen), meinte der Kassierer zu mir, dass mein Spanisch doch wirklich hervorragend sein. Es hat angeblich einen guten Klang oder so. Das hat mich richtig gefreut zu hören! Dann ging es noch um seinen detuschen Kumpel Christian in Hannover und so ein bissl Smalltalk wo ich Spanisch gelernt habe und dass er aus Chile kommt und so.

Dann bin ich jedenfalls zurück zum Hostel und hab in der Sauna von Zimmer wohl irgendwie geschlafen. Wie wirklich aufgeschloßen und neugierig diese Spanier sollte mich noch weiter begeistern! Wenn man sich traut Spanisch mit denen zu sprechen, sind die einfach nur herzlich. 3 weitere Beispiele, die mir alleine gestern und heute passiert sind und ja es sind so kleine Dinge, aber so kleine Dinge, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie auch in Deutschland passieren würden. 1. Die Stewardess von Vueling war ganz entzückt davon, dass wir uns alle (50% Tourideutsche d. Passiere) auf Spanisch bei ihr verabschiedeten. Zu ihrer Kollegin meinte sie: "Ayyy, todos con Adios, me encanta!" 2. Im Hostel meinte ich so, dass ich besser englisch als spanisch kann, aber die Sekretärin meinte, wir können es auch auf Spanisch probieren. 3. Als ich das Ticket für die Öffis am Pedant zur einer HVV-Verkaufstelle abholte und das Pärchen neben mir auf spanisch fragte, wie das denn hier mit dem abholen läuft, haben diese mir nicht nur ihre Nummer für die Abholung gegeben, sondern sich auch erkundigt, was ich denn mache.
Zwei ganz weitere lustige Interaktionen hatte ich noch mit Spaniern. Beides mal ging es darum, dass ich mich anscheinend mit dem Mantel hier ganz gut unter die Menge der Spanier mischen kann und für einen Lokal gehalten werde. Eine ältere Dame kam auf mich zu, als ich 2 Stunden Cardio umsonst betrieb, und fragte mich, ob ich ihr zu ihrem Ziel helfen könnte. Beim zweiten Mal war ich bei Mercadona, (hoch lebe dieser Supermarkt!), und die Kassiererin entschuldigte sich bei mir, als sie auf Englisch anfing und ich mit meinem passablen Spanisch daherkam. Ja, also bislang läuft alles soweit. Ich bin eingebunden in Uni hier und Uni da. Meine Mittagspause unten war wirklich erholsam und bis zum Strand habe ich auch nicht geschafft. Das steht morgen an! Mein Zimmer seht ihr unten, ist für den Preis völlig in Ordnung. Die Lage ist wirklich gut, meine Liebings-Supermärkte und Ikea sind direkt um die Ecke und die Bahn ist auch nahe gelegen. Ich bin hundemüde und freue mich auf jeden Fall morgen meine Mitbewohner vielleicht mal besser kennenzulernen. Die ersten Nationalitäten kennen ich schon!


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